Marktplätze gestalten den E-Commerce bis 2026 neu und verdrängen klassische Webshops durch effizientere Prozesse sowie höhere Kundenreichweite. Mehr als 50 Prozent des deutschen Online-Umsatzes werden bereits heute über Plattformen realisiert, während global bis zu 67 Prozent der B2C-Transaktionen darauf entfallen. Auch im B2B wächst der Plattformanteil stark an: In den USA machten Marktplätze 2024 rund 14,4 Prozent des B2B-Umsatzes aus. Die Verschiebung erfordert umfassende technische und strategische Anpassungen dringend umgesetzt.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Marktplätze etablieren sich als strategischer Kern im digitalen Handel
Heutzutage stützen sich Unternehmen im Online-Handel auf Agentic Commerce, KI und Sprachsteuerungen, doch das wahre Wachstumspotenzial liegt in Marktplatzlösungen. Diese Modelle aggregieren Angebot und Nachfrage in einem Ökosystem und generieren über die Hälfte aller deutschen E-Commerce-Erlöse. Klassische Webshops verlieren an Attraktivität, da sie in puncto Skalierung, technischem Handling und Kundenerlebnis nicht mit etablierten Plattformen mithalten können. Eine strategische Neuausrichtung hin zu marktplatzbasierten Geschäftsmodellen ist erforderlich sowie in digitale Netzwerke nahtlos.
B2C-Marktplätze sichern Vielfalt und Prozesse, B2B-Marktplätze bieten maßgeschneiderten Self-Service
Online-Marktplätze bieten Konsumenten im B2C-Umfeld hohe Produktverfügbarkeit, intuitive Benutzeroberflächen und optimierte Transaktionswege, die Kaufentscheidungen erleichtern. Rückverfolgbarkeit und integrierte Kundenbewertungen reduzieren Ausfallrisiken und stärken das Vertrauen. Gewerbliche Kunden im B2B benötigen darüber hinaus ERP-Anbindungen zur Echtzeitdatenintegration, portalgesteuertes Self-Service und dynamische Angebotsmodelle. Plattformlösungen adressieren diese Anforderungen, indem sie modulare Schnittstellen, automatisierte Workflows und individuelle Preisfindungsmechanismen bereitstellen, was zu nachhaltiger Prozessoptimierung und erhöhter Skalierbarkeit in der Wertschöpfungskette führt sowie bessere Transparenz, Kostenreduktion und Flexibilität.
Zentrale Kundenbündelung und Partnerintegration schaffen wertvolle Geschäftschancen auf Marktplätzen
Unternehmen nutzen digitale Marktplätze, um effektiv zusätzliche Vertriebskanäle zu erschließen und ihr Sortiment mittels Partnerangeboten flexibel zu skalieren. Diese Plattformen bündeln Käufer aus unterschiedlichen Märkten zentral und ermöglichen eine konsolidierte Kundenansprache. Jede Transaktion generiert strukturierte Daten, die über Business-Intelligence-Systeme aufbereitet werden und Entscheidungsprozesse verbessern. Neben klassischen Provisionsgebühren bieten Marktplätze attraktive Retail-Media-Pakete an, mit denen Hersteller und Händler zielgruppenspezifische Werbebotschaften innerhalb der Plattform platzieren und so den Umsatz zusätzlich steigern können.
Marktplatz erfolgreich bei Ressourcestärke, Partnermanagement und strategischem Sortimentsausbau effizient
Eigene Webshops sind ideale Instrumente zur Pflege der Markenbotschaft und zur Steigerung der Kundenbindung durch individualisierte Nutzererfahrungen und exklusive Angebote. Dabei entstehen hohe Betriebskosten. Mit zunehmender Sortimentstiefe und internationaler Expansion wachsen technische Aufwände, Lageranforderungen und Versandkomplexität überproportional. Die Ergänzung um einen digitalen Marktplatz ermöglicht die Versorgung weiterer Segmente und Regionen ohne zusätzliche Infrastrukturinvestitionen, wenn das Unternehmen bereits über ein etabliertes Netzwerk, skalierbare Schnittstellen und ausreichend Kapazitäten im effizienten Partner-Management verfügen.
One-Stop-Shop-Lösungen steigern Effizienz, bündeln Sortimente und verbessern transparente Lieferzuverlässigkeit
Digitale Marktplätze optimieren den Beschaffungsprozess, indem sie Haupt- und Nebenprodukte in einer Plattform vereinen. Bauunternehmen erhalten Zugriff auf Baumaterialien und passendes Zubehör in einer einzigen Quelle. In der HORECA-Branche profitieren Gastronomiebetreiber von konsolidierten Lieferanten und standardisierten Bestellabläufen. Die Industrie wiederum nutzt transparente Lagerbestände für schnelle Ersatzteilverfügbarkeit. Diese Plattformmodelle adressieren so gezielt operative Anforderungen, reduzieren Prozessaufwand und unterstützen die effiziente Koordination im Partnernetzwerk und langfristige Kundenbindung durch benutzerfreundliche, skalierte durchgängige Einkaufsprozesse.
Klare Governance und Datenmanagement sichern Plattformwachstum und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit
Unternehmen ohne klare Governance und unzureichende Datenqualität stehen vor erheblichen Hindernissen beim Ausbau ihres Partnernetzwerks. Fehlende Marktstellung erschwert die Ansprache potenzieller Kooperationspartner, während uneinheitliche Richtlinien und mangelnde Transparenz interne Abläufe blockieren. Unklare Servicelevel gefährden Lieferzuverlässigkeit und erhöhen Risiken. Außerdem bremsen interne Kannibalisierungsbefürchtungen Innovationskraft und Geschwindigkeit. Um diese Herausforderungen zu überwinden, setzen erfolgreiche Akteure auf frühzeitige Definition von Governance-Prozessen, systematisches Datenmanagement und kontinuierliche Optimierung operativer Exzellenz um dauerhafte Erfolge zu sichern.
2026 entscheiden Plattforminvestitionen maßgeblich über Wachstumspotenziale, Effizienz und Kundenbindung
Als digitale Marktplätze bieten Plattformmodelle weit mehr als reine Verkaufskanäle, indem sie als Bindeglied zwischen Anbietern, Kunden und Datenanalyse fungieren. Unternehmen, die ihre Wachstumsziele erreichen, operative Abläufe verschlanken und starke Kundenbeziehungen aufbauen möchten, sollten diese Strategien als essenzielles Investment sehen. Bis 2026 gilt es, belastbare Grundlagen für fundierte Entscheidungen zu schaffen, um das Angebot zu optimieren, Umsatzpotenziale zu heben und mit datenbasierten Einblicken entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dabei entstehen Wettbewerbsvorteile.

