Savanta-Umfrage zeigt deutsche Mehrheit für EU-weites Verbot der Pelzindustrie

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Vertreter des Deutschen Tierschutzbundes und der Fur Free Alliance kritisieren, dass die EU-Kommission hinter verschlossenen Türen mit Vertretern der Pelzindustrie Absprachen getroffen habe, ohne Tierschutzorganisationen einzubeziehen. Diese intransparenten Verhandlungen untergraben laut Kritikern das Vertrauen der Bürger in demokratische Entscheidungsprozesse. Die Initiatoren der Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ fordern daher mehr Offenheit und eine umfassende Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Tierwohl bei der Prüfung eines möglichen Verbots von Pelztierzucht und Pelzhandel. Dringend anzustreben.

Fur Free Alliance erhöht Druck auf EU-Kommission für Pelzverbot

Obwohl im vergangenen Jahr eine bisher unerreichte Zahl von über 1,5 Millionen Bürgern per Europäischer Bürgerinitiative das Ende der Pelzindustrie forderte, fehlt eine Antwort seitens der EU-Kommission. Führende Tierschutzorganisationen, allen voran der Deutsche Tierschutzbund, verlangen ein sofortiges Ausverbot von Pelzzuchtanlagen und Pelzhandel. Eine Protestkundgebung in Brüssel durch die Fur Free Alliance hat den Druck auf Brüssel nochmals erhöht. Bis Ende März wird eine konkrete verbindliche Reaktion der Kommission dringend gefordert.

Nur acht Prozent lehnen generelles Pelzverbot der EU ab

Im Rahmen einer aktuellen Erhebung des Marktforschungsunternehmens Savanta sprechen sich 78 Prozent der befragten deutschen Bürger für ein europaweites Verbot der Pelztierzucht aus. Zeitgleich befürworten 80 Prozent der EU-Bevölkerung ein Einfuhrembargo für Pelzartikel aus Nicht-EU-Staaten. Lediglich acht Prozent lehnen ein umfassendes Verbot ab. Diese statistischen Erkenntnisse festigen die Position der Initiative Fur Free Europe und erhöhen den Druck auf politisch Verantwortliche zum schnellen Handeln auf EU-Ebene für konkrete Regelungen einzustehen

Geheime Absprachen der Kommission mit Pelzindustrie erschüttern Bürgervertrauen nachhaltig

Im Rahmen seiner Funktion als Präsidiumsmitglied des Deutschen Tierschutzbundes und Boardmitglied von Eurogroup for Animals weist Jürgen Plinz auf schwerwiegende Mängel im Verfahren der EU-Kommission hin. Er bemängelt, dass sie ohne öffentliche Debatte heimlich Standards mit der Pelzindustrie festgelegt hat und die Kontaktaufnahmen von Tierschutzorganisationen ignorierte. Dieser Stil untergrabe das Vertrauen der Bürger in demokratische Abläufe. Plinz fordert eine transparente Offenlegung aller Verhandlungsinhalte sowie die Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Tierwohl.

Vollständiges Pelzverbot könnte Antibiotikaresistenzen reduzieren und Böden effektiv schützen

Ein komplettes Verbot der Pelztierzucht würde wesentliche Vorteile für Umweltschutz und Tierwohl bringen. Die Eliminierung dieser Industrie mindert die Ausbreitung gefährlicher Krankheitserreger, verringert Antibiotikaeinsatz und reduziert das Risiko resistenter Keime. Zudem ermöglicht es die Regeneration kontaminierter Böden und Gewässer, fördert eine ökologisch ausgelegte Landwirtschaft und steigert das Vertrauen der Verbraucher in nachhaltige Agrarsysteme. Die langfristige Vision sieht eine harmonische Koexistenz von Nutz- und Wildtieren vor. Zusätzlich stärkt es Artenvielfalt nachhaltig.

Pelzhandel und Zucht europaweit verbieten schützt Umwelt und Gesundheit

Durch die EU-weite Untersagung von Pelzproduktion und Handel werden systematische Tierquälerei beendet und artgerechte Bedingungen gefördert. Gleichzeitig fallen gesundheitliche Risiken weg, die durch antibiotische Behandlungen und mögliche Zoonosen auf Pelzfarmen hervorgerufen werden. Das Gewässer- und Bodenökosystem profitiert von minimalen Schadstoffeinträgen, da chemische Gerb- und Färbemittel nicht länger freigesetzt werden. Politisch signalisiert dieses Verbot eine kohärente und transparente Umsetzung demokratischer Mehrheiten und festigt das legitime Vertrauen breiter Bevölkerungskreise in politische Vorgänge.

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