Mit dem finalen Erscheinungsbild des GSE 27FE konkretisiert Opel seine Vorbereitung auf die Formel-E-Weltmeisterschaft. Die Lackierung des elektrischen GEN4-Rennwagens greift bekannte Motorsportfarben der Marke auf und ergänzt sie durch digitale Grafiken. Dadurch erhält das Fahrzeug eine eigenständige visuelle Identität. Seine Premiere im Rennbetrieb ist für Jeddah vorgesehen. Zuvor finden in Jarama offizielle Tests statt. Auf dem Salon in Paris steht außerdem der Corsa GSE als seriennaher Hinweis auf die Elektrifizierungsstrategie.
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Finale GSE-27FE-Lackierung feiert vor Formel-E-Saison Premiere in Paris

Opel GSE 27FE (Foto: Opel Automobile GmbH)
Die Farbgebung des Opel GSE 27FE wurde am 12. Oktober in Paris vorgestellt. Opel präsentierte das Fahrzeug gemeinsam mit Mitch Evans und Theo Pourchaire, die als Werksfahrer für das Formel-E-Programm vorgesehen sind. Der GEN4-Rennwagen trägt damit erstmals jene Gestaltung, die während der ersten Saison des Opel GSE Formula E Teams verwendet wird. Verantwortlich für die Konzeption ist das Global-Brand-Design-Team aus Rüsselsheim. Inhaltlich basiert das Erscheinungsbild auf Luftströmung, Energie und Effizienz.
Historische Opel-Motorsportfarben gestalten den Auftritt des neuen elektrischen GSE 27FE
Schwarz, Silber und Gelb bilden beim GSE 27FE drei präzise gesetzte Farbflächen, die den Rennwagen optisch kennzeichnen. Opel orientiert sich dabei an früheren Werksfahrzeugen und deren unverwechselbaren Motorsportdekoren. Auf der modernen Elektrokarosserie erfüllen die Farben jedoch zusätzlich eine funktionale Aufgabe: Sie unterteilen die geschwungenen Oberflächen, machen wesentliche Linien sichtbar und unterstützen die schnelle Identifikation des Fahrzeugs unter wechselnden Lichtverhältnissen, in der Boxengasse, im Kamerabild sowie während schneller Rennsequenzen auf Distanz.
Metallisches Designelement verbindet Fahrinstinkt mit deutscher Ingenieurskunst im GSE-27FE

Opel GSE 27FE (Foto: Opel Automobile GmbH)
Mit der finalen Lackierung erhält der GSE 27FE ein silbern ausgeführtes Mittelband, das im Testdesign noch nicht vorhanden war. Es verläuft über die Karosseriemitte und schafft eine klar erkennbare visuelle Achse. Nach Darstellung von Opel verkörpert dieses Rückgrat die Verbindung zwischen dem Instinkt des Fahrers und der Genauigkeit moderner Renntechnik. Schriftzüge wie Designed in Germany sowie die Modellbezeichnung verweisen ergänzend auf Herkunft, Entwicklungskompetenz und zweckorientierte Formgebung im gesamten Fahrzeugauftritt sichtbar.
Pixelgrafik visualisiert dynamisch Energiefluss, Daten und Software im Formel-E-Rennwagen
Über die Sichtkarbonflächen des Rennwagens ziehen sich pixelbasierte Streifenmuster, die Opel als Lightspeed Stripes bezeichnet. Ihre Anordnung soll elektrische Energieflüsse symbolisieren und gleichzeitig auf die Steuerung durch Datenverarbeitung und Software verweisen. Das Motiv basiert auf der Designsprache des Mokka GSE Rally von 2025, wurde für den GSE 27FE aber konsequenter auf aerodynamische Dynamik, hohe Geschwindigkeit und digitale Renntechnik ausgerichtet. Dadurch wirkt die Grafik im Formel-E-Umfeld deutlich präziser und moderner insgesamt.
Leuchtendes Gelb verbindet Energie der Formel E mit Opel-Signatur

Opel GSE 27FE (Foto: Opel Automobile GmbH)
Das Gelb des Opel GSE 27FE übernimmt eine zentrale Funktion innerhalb der finalen Lackierung. Als Opel GSE Yellow hebt es sich deutlich von den schwarzen Sichtkarbonbereichen und den silbernen Flächen ab. Die Farbgebung folgt dem Gedanken „Yellow means Go“ und verbindet die visuelle Wirkung mit dem Thema Energie. Dadurch erhält der elektrische Rennwagen eine prägnante Identität, während der gezielt eingesetzte Kontrast technische Präzision, Dynamik und Leistungsfähigkeit vermittelt, ohne visuelle Unruhe.
Formel-E-Rekordsieger Evans bewertet finale Opel-Lackierung raffinierter als bisherigen Konzeptlook
Für Mitch Evans hebt sich die endgültige Lackierung klar von der früheren Konzeptdarstellung und dem Testdesign ab. Der Fahrer sieht in dem zusätzlichen Silber einen wesentlichen Baustein für die präzisere und entschlossenere Wirkung des GSE 27FE. Seine Erfahrung ist für Opel besonders wertvoll: Mit 16 Rennsiegen führt Evans die ewige Formel E Bestenliste an. Im neuen Werksteam arbeitet er mit Theo Pourchaire sowie Sophia Flörsch als Test und Entwicklungsfahrer zusammen.
Corsa GSE verbindet Opels Formel-E-Engagement mit elektrischer Serie
Der Opel Corsa GSE erhält auf dem Pariser Automobilsalon seinen ersten öffentlichen Messeauftritt und ergänzt dort den GSE 27FE. Opel nutzt die gemeinsame Präsentation, um den Technologietransfer zwischen Formel E und elektrisch angetriebenen GSE-Serienfahrzeugen sichtbar zu machen. Der Corsa kann bereits bestellt werden. Für ihn gibt der Hersteller gemäß WLTP einen Stromverbrauch von 16,0 bis 17,0 kWh pro 100 Kilometer, null Gramm CO2 je Kilometer und die Effizienzklasse A an.
Werksteam Opel debütiert im Dezember 2026 in Jeddah offiziell
Die Vorbereitung auf den Formel-E-Einstieg erreicht Mitte November einen wichtigen Meilenstein: In Jarama absolviert Opel seine offizielle Testwoche. Zuvor wurden bereits private Fahrten sowie Simulationen und Prüfstandsläufe durchgeführt. Die gewonnenen Daten dienen der Abstimmung des GEN4-Rennwagens. Das Werksteam soll am 18. und 19. Dezember 2026 in Jeddah erstmals antreten. Der Kalender umfasst 21 Rennen in 13 Städten auf vier Kontinenten. Berlin ist am 8. und 9. Mai 2027 Heimtermin vorgesehen.
Die endgültige Lackierung des Opel GSE 27FE bündelt mehrere Gestaltungsebenen zu einem klar erkennbaren Gesamtbild. Schwarz, Silber und Gelb verweisen auf die Motorsporttradition der Marke, während pixelartige Lightspeed Stripes Energieflüsse sowie digitale Entwicklungsprozesse symbolisieren. Das silberne Rückgrat strukturiert die Fahrzeugmitte und betont die technische Präzision. Durch diese Gestaltung wird der Formel-E-Rennwagen zugleich als sichtbare Verbindung zu den elektrischen GSE-Modellen der Serienproduktion positioniert und als Botschafter der Marke im Wettbewerb eingesetzt deutlich.

