Politik Forschung Industrie vereint für praxisnahe KI-Integration am Arbeitsplatz

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Am Standort Rheinau-Linx informierte das KI-Infomobil des Fraunhofer-Instituts Parlamentarische Staatssekretärin Katja Mast über praxisnahe Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz. Geschäftsführer Stephan Jager leitete die Führung durch die mobilen Labore und betonte die Bedeutung von Mitarbeiterbeteiligung. Mast erklärte, Digitalisierung und KI seien Schlüsseltechnologien für einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt. Die Teilnehmern erhielten anschauliche Beispiele, erhielten praxisorientierte Schulungen und wurden über technologische Limitationen sowie ethische Fragestellungen informiert. Sie tauschten sich gemeinsam über kommende KI-Projekte aus.

Menschzentrierte KI-Entwicklung schafft intelligente Freiräume für anspruchsvolle innovative Tätigkeitsfelder

Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin (Foto: WeberHaus GmbH & Co.KG)

Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin (Foto: WeberHaus GmbH & Co.KG)

Das KI-Infomobil des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales war Anlass für einen Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin Katja Mast am WeberHaus-Standort in Rheinau-Linx. Unter Leitung von Geschäftsführer Stephan Jager gewann sie Einblicke in den praktischen Einsatz von KI-Modulen in der Produktion. Mast betonte, dass Digitalisierung und künstliche Intelligenz gemeinsam entscheidende Potenziale für Effizienz und Qualität im Fertigungsumfeld bieten. Wesentlich sei, Maßnahmen und Strategien stets aus der Perspektive der Unternehmen und Beschäftigten zu entwickeln und umzusetzen.

Automatisierung und KI-Integration im Betrieb praxisnah im Infomobil erklärt

Im Rahmen des mobilen Informationsangebots des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation erhielten Beschäftigte von WeberHaus praxisnahe Einblicke in den Einsatzbereich, die Potenziale sowie die Grenzen künstlicher Intelligenz in der industriellen Fertigung. Experten aus dem vom Bundesministerium geförderten KI-Studios-Projekt führten Workshop-Module durch und demonstrierten, wie intelligente Automatisierungslösungen, Datenanalyseverfahren und lernende Algorithmen in bestehende Produktionssysteme integriert werden können, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und Mitarbeiter gezielt weiterzubilden und digitale Innovationsfähigkeit nachhaltig zu fördern.

Durch KI entstehen Freiräume für neue Aufgaben und Arbeitsbedingungen

Dr. Matthias Peissner, der den Forschungsbereich „Mensch-Technik-Interaktion“ am Fraunhofer IAO leitet, wies darauf hin, dass KI-Systeme Arbeitsvorgänge nicht nur beschleunigen, sondern auch neue Handlungsfelder für Mitarbeiter generieren. Er unterstrich, dass der Erfolg dieser Systeme von ihrer Orientierung an menschlichen Kompetenzen abhänge: Sie müssten so konzipiert werden, dass sie entlasten, individuelle Stärken fördern und Beschäftigten die Möglichkeit bieten, anspruchsvollere und kreativere Aufgaben zu übernehmen.

Mitarbeiter profitieren durch automatisierte Anlagen und KI-Unterstützung bei WeberHaus

Anschließend führte die Werksleitung in Rheinau-Linx Katja Mast durch die Fertigungslinien für Holz-Fertighäuser von WeberHaus. Dort demonstrierten automatisierte Holzbearbeitungszentren und Roboterzellen, wie vorgefertigte Wandelemente hergestellt werden. Ergänzt durch KI-gestützte Steuerungssoftware können Fertigungsparameter in Echtzeit angepasst werden, um höchste Präzision zu gewährleisten. Gleichzeitig sind die Arbeitsplätze ergonomisch optimiert: höhenverstellbare Tische und Unterstützer Exoskelette reduzieren körperliche Belastung und erhöhen die Zufriedenheit der Mitarbeitern.

Fraunhofer-Experten und Mast fördern praxisnah KI-Projekte bei WeberHaus Produktionsabläufen

Stephan Jager, der geschäftsführende Leiter von WeberHaus, erläuterte anschaulich, wie der kombinierte Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung die industrielle Fertigung revolutioniert. Er unterstrich, dass technologische Neuerungen vor allem dort implementiert werden, wo sie Mitarbeiter entlasten, Arbeitsprozesse beschleunigen und gleichzeitig die bewährte Qualitätsperformance sicherstellen. Der wertvolle Dialog mit Parlamentarischer Staatssekretärin Katja Mast und Fraunhofer-Experten ermöglichte neue Impulse für die praktische Anwendung dieser Technologien in Unternehmensstrukturen. Er hob fortlaufende Qualifizierungsmaßnahmen hervor.

KI-Studios-Initiative vermittelt praxisrelevante KI-Fähigkeiten an deutsche Unternehmen und Beschäftigte

Im Rahmen der Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales realisieren das Fraunhofer IAO und das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart das Projekt KI-Studios. Dieses setzt auf einen hohen Praxisanteil und interaktive Lernformate, um Fach- und Führungskräfte mit KI-Grundlagen und spezifischen Anwendungsszenarien vertraut zu machen. Ziel ist, Mitarbeiter zu befähigen, digitale Transformationsprojekte eigenständig voranzutreiben und so langfristig die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen zu sichern.

Mit vereinten Kräften von Politik, Forschung und Wirtschaft trägt das KI-Infomobil gemeinsam mit dem KI-Studios-Projekt dazu bei, Unternehmen und Mitarbeiter gezielt für KI-Anwendungen zu qualifizieren. In den Produktionshallen von WeberHaus ermöglichen smarte Fertigungslösungen sowie automatisierte Robotikstationen eine verbesserte Prozesskontrolle, verringerte Ausschussraten und ergonomische Arbeitsbedingungen. Dadurch wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern zugleich ein solides Fundament geschaffen, um den Arbeitsmarkt fit für die Herausforderungen der Digitalisierung nachhaltig ressourceneffizient zu machen.

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