Die Studie Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) vom Max Rubner-Institut ermittelt bundesweit den täglichen Lebensmittelkonsum und den Nährstoffstatus bei rund 3.000 Erwachsenen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat liefert sie aussagekräftige, transparente Daten zum Ernährungsverhalten sowie zur Versorgung mit Vitaminen und Mineralien. Vier Erhebungsinstrumente kommen zum Einsatz: standardisierte Interviews, körperliche Messungen, Blutproben und 24-Stunden-Urinanalysen. Teilnehmer erhalten ihre Laborbefunde, ausführliche individuelle Feedbackberichte zum Status und 55 Euro.
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Max Rubner-Institut analysiert ab April Ernährung 3000 Erwachsenen deutschlandweit
Die Ernährungsmuster in Deutschland werden maßgeblich von sozialen Bedingungen, regionalen Gegebenheiten und persönlichen Alltagsroutinen beeinflusst. Im Rahmen des Nationalen Ernährungsmonitorings nemo erhebt das Max Rubner-Institut repräsentative Informationen zum Nährstoffstatus und zum Konsumverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung. Ab April werden über dreitausend Erwachsene im Alter von achtzehn bis achtzig Jahren zufällig befragt. An einhundertzwanzig Standorten erfolgen detaillierte anthropometrische Untersuchungen, strukturierte Interviews sowie Blut- und Urinproben, um umfassende repräsentative Daten zu liefern.
Zufällige Auswahl von Teilnehmern aus Einwohnermeldeämtern, schriftlich eingeladen werden
Die Auswahl der Erhebungsorte erfolgt anhand von Bevölkerungsdichte- und Gemeindegrößenkennzahlen, um verschiedene Siedlungsstrukturen zu repräsentieren. Anschließend werden Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren per Zufallsprinzip aus den Melderegistern ausgewählt und schriftlich eingeladen. Laut Prof. Dr. Tanja Schwerdtle gewährleistet dieses Vorgehen eine repräsentative Abbildung der deutschsprachigen Bevölkerung. Die Methodik sichert eine ausgewogene Verteilung urbaner und ländlicher Teilnehmerr und trägt zu belastbaren Ergebnissen zu Ernährungsgewohnheiten und Nährstoffstatus mit hoher Präzision bei.
Persönliche und telefonische Befragungen ergänzend zu Anthropometrie und Aktivitätsmessungen
Datenerhebung kombiniert persönliche Hausbesuche und telefonische Interviews, um ernährungsbezogene Verhaltensweisen umfassend abzubilden. Neben Informationen zum Konsum von Obst, Gemüse, Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln werden auch die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln dokumentiert. Parallel führen geschulte MitArbeiter anthropometrische Messungen wie BMI-Bestimmung durch. Gleichzeitig werden Aktivitätslevel und Lebensstilfaktoren erfasst, um detaillierte Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheitsindikatoren zu gewinnen. Diese Vorgehensweise gewährleistet valide Ergebnisse für gesundheitspolitische Entscheidungen.
Verknüpfung von Ernährungsverhalten und Laborwerten zeigt Versorgungsstatus der Bevölkerung
Zur Erfassung der individuellen Versorgungslage werden sowohl Blutproben als auch Urinproben entnommen, um Folsäure, Vitamin D, Vitamin B12, Eisen, Selen und Jod quantitativ zu bestimmen. Parallel dazu werden die Teilnehmern zu ihren Ernährungsgewohnheiten, Nahrungsmittelverzehr und Supplementennutzung befragt. Erst durch die Verknüpfung der erhobenen Ernährungsdaten mit den ermittelten Laborwerten entsteht ein umfassendes Bild des tatsächlichen Nährstoffstatus der deutschen Erwachsenenpopulation. Dieser integrierte Ansatz schafft erstmals repräsentative Datengrundlagen für Ernährungsempfehlungen auf nationaler Ebene.
Persönliche Laborergebnisse, individuelle Versorgungsanalyse und 55-Euro-Entschädigung fördern aktive Teilnahme
Durch die Teilnahme erhalten alle Probanden Laborbefunde sowie eine detaillierte Analyse zum Status ihrer Nährstoffversorgung. Zusätzlich wird ihnen eine pauschale Entschädigung von 55 Euro gewährt. Diese unmittelbare Gegenleistung dient nicht nur der Anerkennung ihres Engagements, sondern stärkt auch die Motivation zur Teilnahme, indem sie den praktischen Nutzen der Studie verdeutlicht und den wertvollen Beitrag jedes Einzelnen zur Erforschung von Ernährungszuständen in der deutschen Bevölkerung belohnt und fördert zugleich nachhaltige Forschung.
nemo-Studie liefert aktuelle Daten und schließt zwanzigjahrige Ernährungsstudienlücke heute
Mit der Auswertung der nemo-Studie wird eine etwa zwanzig Jahre alte Lücke in den Ernährungsdaten geschlossen, die seit der Nationalen Verzehrsstudie II bestanden hatte. Langfristig ist vorgesehen, das Monitoring mit dem Kinder- und Jugendmonitoring zu einem kontinuierlich Arbeitern, altersübergreifenden Informationssystem weiterzuentwickeln. Dieses System soll fortlaufend aussagekräftige aktuelle Daten zum Ernährungsverhalten aller Bevölkerungsgruppen bereitstellen und so eine solide Entscheidungsgrundlage für Politik und Wissenschaft liefern und langfristig effiziente nachhaltige präventive Gesundheitsstrategien unterstützen.
Seit zwei Jahrzehnten liegen in Deutschland keine aktuellen, repräsentativen Daten zum Ernährungsverhalten und Nährstoffstatus Erwachsener vor. Das Nationale Ernährungsmonitoring nemo schließt diese Lücke und erhebt via Interviews, physischen Messungen sowie Blut- und Urinuntersuchungen umfassende Informationen. Erkenntnisse liefern wissenschaftlich fundierte Grundlagen für gezielte Ernährungsempfehlungen und politische Handlungsperspektiven. Teilnehmer profitieren von individueller Rückmeldung ihrer Laborergebnisse und erhalten als Dankeschön eine Aufwandsentschädigung, wodurch Engagement und Forschungsqualität gleichermaßen gestärkt werden und gesellschaftliche Akzeptanz steigern.

